
Die nebenstehende Person / Organisation wurde vorgeschlagen für den Werte Award der Neues Leben Stiftung in der Kategorie 2:
| Vorgeschlagen wurde | |
| Name | Essen am Schneller |
| Astrid und Manfred Duchrow | |
| Anschrift | Am Schneller 8 |
| Ort | 41812 Erkelenz |
Nachdem die Not Einzelner auffiel, wurde diese Not zum Gesprächsthema in der Gemeinde. Das wichtigste Forum war das gemeinsame Kaffeetrinken nach dem Gottesdienst. Es stellte sich in den Gesprächen heraus, dass viele Gemeindeglieder die Vorstellung hatten, der Not durch eine Essensausgabe zu begegnen. Eine erstaunliche große Zahl von Gemeindegliedern sagte eine Mitarbeit bei einem solchen Projekt zu. Natürlich konnte am Ende nicht jeder zu den festgelegten Terminen kommen. Trotzdem war deutlich erkennbar, dass in die Herzen vieler Gemeindeglieder eine Saat gelegt war. Der Herr hatte den Dienst längst vorbereitet.
In den letzten Jahren wurde viel im Gemeindehaus renoviert und neu gestaltet. Auch hier hat der Herr offenbar schon im Vorfeld alles vorbereitet. Sonst hätte die Gemeinde nicht genügend Möglichkeiten gehabt.
Im ersten Quartal 2006 trafen sich Astrid und Manfred Duchrow mit einer Gruppe von Arbeitswilligen, die dieses Projekt planten. Der Herr hat alle Pläne übertroffen. Damals ging man davon aus, dass bis zu 30 Gäste zum Essen kommen würden und das 6 Mitarbeiter pro Essensausgabe ausreichen würden, um sämtliche Arbeiten zu erledigen und dann mit den Gästen zu essen und zu sprechen. Stattdessen kommen heute an jedem Dienstag bis zu 130 Gäste.
Von Mitte Mai bis Mitte Juni 2006 besuchten einige Gemeindeglieder Parks und ähnliche Einrichtungen der Stadt Erkelenz. Sie begegneten Menschen, denen sie belegte Brötchen und etwas zu trinken anboten. Außerdem erzählen Sie von ihrem Vorhaben und verteilten Einladungen. Seit Mitte Juni gab es schließlich in den Gemeinderäumen etwas zu essen. Am ersten Tag kam ein Gast. Doch die Anzahl der Gäste nahm zu. Die ursprüngliche Zielgruppe (Obdachlose und Süchtige) war in dieser Zeit nicht so stark vertreten, wie geplant. Viele Gäste wurden durch „Die Tafel“ auf das Angebot aufmerksam gemacht, wo auch Einladungen verteilt wurden.
Es hatte schon Anfang des Jahres 2006 viele Gemeindeglieder gegeben, die sich für diesen Dienst gemeldet hatten. Mit steigenden Besucherzahlen wuchs natürlich auch der Bedarf an Mitarbeitern. Einige der Gäste erklärten sich bereit, sich an der Arbeit zu beteiligen. Zunächst war ein solcher Gedanke natürlich einigen Gemeindegliedern völlig fremd. Aber es hat sich gezeigt, dass hier Gutes tun kann, wer es will. Inzwischen sind einige der regelmäßigen und fleißigen Mitarbeiter in diesem Projekt keine Gemeindeglieder. Die Planungsgruppe für das Projekt besteht nur aus wiedergeborenen Christen.
Die Gemeinde finanziert den Einkauf der Lebensmittel, die Mitarbeiter kochen jede Woche selber ein dreigängiges Menü, die Tische werden liebevoll eingedeckt und dekoriert und sie servieren den Gästen das Essen. Zu jedem Essen gehört natürlich auch eine Begrüßung, ein „Vers des Tages“ und ein Dankgebet.
Die meisten Gäste kommen, weil man in entspannter Atmosphäre miteinander umgeht und über alles reden kann. Was die meisten Menschen einfach Atmosphäre nennen, meint Gottes Liebe. Die Mitarbeiter sind bemüht, sich untereinander und die Gäste von Herzen zu lieben. Sie beten einzeln und gemeinsam dafür, dass der Herr sie befähigt und diese Liebe schenkt.
Einmal im Monat wird ein 20-Minuten-Gottesdienst angeboten, wozu sich auch einige der Gäste einladen lassen. Sie interessieren sich sehr dafür, was die Gemeinde zu sagen hat.
Auf die Frage, warum die Gemeinde bzw. die Mitarbeiter das alles tun, antwortet Manfred Duchrow: „Wir tun es, weil die Menschen uns wichtig sind. Natürlich wollen wir, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
Wir wissen, dass in der heutigen Zeit der Spielraum für die weniger Begüterten immer enger wird. Die Gesetze werden strenger und die Beamten haben immer weniger Freiräume.
Wir tun es aber auch, weil wir dazu berufen sind. Gott selbst hat uns zu dieser Arbeit bestimmt. So habe ich keine Ruhe, wenn ich es nicht tue!“ Wichtig ist ihm, dass die Mitarbeiter ihre Arbeit aus der Kraft Gottes heraus tun und für die einzelnen Menschen beten.
Weitere Informationen unter: http://ase.kilu.de und www.freikirche-am-schneller.de
| Vorgeschlagen durch | |
| Name | Ute Ruzak |
| Anschrift | Westfalenplatz 9 |
| Ort | 38108 Braunschweig |
Essen am Schneller, Astrid u. Manfred Duchrow, 41812 Erkelenz
Nachdem die Not Einzelner auffiel, wurde diese Not zum Gesprächsthema in der Gemeinde. Das wichtigste Forum war das gemeinsame Kaffeetrinken nach dem Gottesdienst. Es stellte sich in den Gesprächen heraus, dass viele Gemeindeglieder die Vorstellung hatten, der Not durch eine Essensausgabe zu begegnen. Eine erstaunliche große Zahl von Gemeindegliedern sagte eine Mitarbeit bei einem solchen Projekt zu.