
Die nebenstehende Person / Organisation wurde vorgeschlagen für den Werte Award der Neues Leben Stiftung in der Kategorie 2:
| Vorgeschlagen wurde | |
| Name | Offene Arbeit des evangelischen Kirchenkreises Erfurt |
| Kerstin Bruckner | |
| Anschrift | Allerheiligenstr. 9 |
| Ort | 99084 Erfurt |
Die Offene Arbeit Erfurt besteht seit 1979 und ist eine Einrichtung des Evangelischen Kirchenkreises Erfurt, sowie ein anerkannter Träger der Freien Jugendhilfe. Sie ist orientiert an Gemeinwesen- und Gemeindearbeit. Sie bietet eine andere und neue Form von kirchlichem Leben und Spiritualität. Das Evangelium im Namen Jesus Christus findet seien Ausdruck im alltäglichen Tun in der Gemeinschaft.
Eingeladen sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene unabhängig von Religion, Alter, Geschlecht, sozialer Herkunft, Nationalität und aus allen Teilen der Stadt. Christliche und nicht christliche Anschauungen finden gleichrangige Akzeptanz. Wichtig hierbei ist der Anspruch an intergenerativen und integrativen Angeboten, welche Brücken zwischen den Kulturen und Generationen schlagen. Dies bezieht sich insbesondere auch auf Menschen, die wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe, wegen ihrer Herkunft, wegen ihrer Konflikte mit dem sozialen Umfeld, wegen Behinderung oder wegen ihrer Lebensorientierung von gesellschaftlicher Benachteiligung und Ausgrenzung bedroht oder betroffen sind.
Die Offene Arbeit führt wöchentlich regelmäßige Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Kreativität, Religion, Politik, Gesellschaftsfragen, Begegnungs- und Treffangebote sowie Beratungen durch. Darüber hinaus gibt es Feste zum Kirchenjahr, monatliche Bibelarbeiten und ca. 5 Gottesdienste im Jahr in der Michaeliskirche.
Die Offene Arbeit unterhält vielfältige Kooperationen und Verbindungen zu Institutionen der Kirche, der Diakonie, der Gewerkschaften, der Parteien, den Trägern der Kinder- und Jugendhilfe, zu Schulen, Vereinen und Initiativen. Diese sollen für das Projekt genutzt werden.
Seit den 90er Jahren wird die Offene Arbeit zunehmend von Kindern, Jugendliche und Erwachsene mit Migrationshintergrund aufgesucht. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Ländern und Kulturkreisen und gehören einer großen Breite ethnischer Gruppen und Religionsgemeinschaften an, z. B. Islam, Juden. Und Christentum. Einzelne sind Freunde und fühlen sich seit Jahren in der Offenen Arbeit zu Hause. Sie engagieren sich ehrenamtlich bei Veranstaltungen oder fühlen sich als Besucher wohl.
Ein anderer Personenkreis sind MigrantInnen, die nur selten und in Notlagen kommen. Die Offene Arbeit finanziert über Spendengelder eine kostenfreie Erstberatung für MigrantInnen. Diese wird von einer Rechtsanwältin im Rahmen unseres Kinder- und Familiencafes „Integral“ vertraulich durchgeführt. Hierdurch konnten schon kurzfristig angekündigte Abschiebungen verhindert werden. Die Kinder, Familien und Erwachsenen kommen in das Cafe „Integral“ sehr zurückhaltend – mit Problemen beladen und in juristisch schwierigen Lebenssituationen.
Nachfolgend werden einige Arbeitsbereiche der Offenen Arbeit beispielhaft vorgestellt:
Integration und interkulturelle Bildung
Die Offene Arbeit Erfurt möchte den Menschen nicht nur juristische Beratungen anbieten, sondern Hilfestellung geben, in die Mitte der Gesellschaft hinein zu rücken. Dabei haben wir den Anspruch ihnen aus der Isolation zu helfen und Kontakte zu anderen Menschen aufzubauen. Daraus resultiert das es soziale Begegnungen gibt, die im üblichen Alltag kaum anzutreffen sind. Über diese Begegnungen und die gemeinsame Projektarbeit sollen Vorurteile und Ängste abgebaut und eine gegenseitige Akzeptanz entwickelt werden. Die Menschen anderer Kulturkreise und Religionen können hier die christliche Gemeinschaft als stärkendes Element im unmittelbaren Lebensbezug erfahren.
Leben mit meinem Nachbarn
Die Offene Arbeit möchte die Kinder der Hilfesuchenden verstärkt in die Spiel- und Bildungsangebote einbeziehen. Diese Angebote haben meist einen thematischen Hintergrund, z. B. Freundschaft, Außenseiter, Gerechtigkeit usw. Die Kinder können diese kostenfrei nutzen und kommen ohne Barrieren mit anderen Kindern in Kontakt. Die Erwachsenen führen teilweise mit Anderen Gespräche und können zu ihrem Alltag Abstand finden. Die Veranstaltungsreihe „Leben mit meinem Nachbarn“ im Cafe „Integral“ dient dem gegenseitigen Kennen lernen von Sitten und Kulturen unserer Nachbarn, nämlich die der ausländischen und der inländischen Kinder und Familien.
Fremde werden Freunde
Kinder, Jugendliche und Erwachsene in und außerhalb der Offenen Arbeit werden angeregt, Patenschaften mit MigrantInnen einzugehen. Brücken zum Kennen lernen werden geschaffen. Selbst Kinder erleben ihre eignen Kompetenz, weil sie den anderen Kindern ihre Sprache, ihre Kultur beibringen können. Gegenseitige Familienbesuche, gemeinsames Mittagessen, Hausaufgabenhilfe und Elterntreffen fördern das interkulturelle Verständnis und Erleichtern häufig den Umgang mit alltäglichen Problemen.
Über den Tellerrand geschaut
Über das gemeinsame Kochen und Essen der internationalen Küche und über das Einkaufen, Zubereiten und Schmecken exotischer, unbekannter oder längst eingebürgerten Gerichten sollen Zugänge zur jeweiligen Kultur ermöglicht werden. Das Erleben von landestypischen Ritualen, Esskulturen und die Lebensweise in den Kulturen spielt dabei eine wesentliche Rolle. Hierbei wird Sachwissen aufgenommen zu Klima, Wirtschaft, Politik, Religion, Rituale und Traditionen. Bei diesem Projekt werden die MigrantInnen in die Organisation und Durchführung unmittelbar einbezogen.
Ferien in der fremden Heimat
Die Offene Arbeit führt mehrere Familienfreizeiten im Jahr in Evangelischen Rüst-Freizeitheimen in Thüringen und auf Hiddensee durch. Diese dienen der Erholung, der Begegnung, der Bildung und Vertiefung von Kontakten. Viele MigrantInnen haben im fremden Land häufig keinen Urlaub mehr machen können, meist aus Gründen der Unsicherheit in der Fremde oder aus finanzieller Not. Wir möchten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit Migrationshintergrund finanziell fördern, so dass sie kostenfrei oder sehr günstig an diesen Freizeiten teilnehmen können.
Fußball ohne Rassismus 2008 und 2010
Das Projekt soll den TeilnehmerInnen ein entspanntes, gewalt- und aggressionsfreies Erleben der Fußballeuropameisterschaft ermöglichen. Weiterhin dient es als Begegnungsraum von Menschen aus verschiedenen Ländern ohne Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Erreicht werden Menschen, die sich in erster Linie für Sport und Fußball interessieren und somit einen ersten Bezug zur Offenen Arbeit und der vielfältigen Angebote finden. Darüber hinaus wird sich mit dem Verhältnis von Fußball, Gewalt und Rassismus in den Stadien kritisch auseinandergesetzt.
Weitere Informationen unter: http://www.OffeneArbeitErfurt.de.vu
| Vorgeschlagen durch | |
| Name | |
| Anschrift | |
| Ort |
Offene Arbeit Erfurt, 99084 Erfurt
Die Offene Arbeit Erfurt besteht seit 1979 und ist eine Einrichtung des Evangelischen Kirchenkreises Erfurt, sowie ein anerkannter Träger der Freien Jugendhilfe.
Eingeladen sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene unabhängig von Religion, Alter, Geschlecht, sozialer Herkunft, Nationalität und aus allen Teilen der Stadt. Christliche und nicht christliche Anschauungen finden gleichrangige Akzeptanz. Wichtig hierbei ist der Anspruch an intergenerativen und integrativen Angeboten, welche Brücken zwischen den Kulturen und Generationen schlagen.