
Die nebenstehende Person / Organisation wurde vorgeschlagen für den Werte Award der Neues Leben Stiftung in der Kategorie 2:
| Vorgeschlagen wurde | |
| Name | Kapelle im Berliner Olympiastadion |
| Prälat Dr. Bernhard Felmberg | |
| Anschrift | Charlottenstraße 53/54 |
| Ort | 10117 Berlin |
Nach Meinung vieler Experten ist die Kapelle im Berliner Olympiastadion die schönste Stadionkapelle der Welt. In einem Oval in purem Gold bietet sie mit Bibelversen in 18 verschiedenen Sprachen Besuchern aus aller Welt ein Stück Heimat. Seit der Fußballweltmeisterschaft 2006 steht die Kapelle Sportlern und Fans zur Verfügung. Sie ist ein ökumenischer Andachtsraum: Katholische und evangelische Christen nutzen die Kapelle gemeinsam. Sie bietet maximal 70 Gottesdienstbesuchern Platz.
Die Kapelle hat auf der Seite der Ehrentribüne etwas unterhalb der Ebene des Rasens einen guten Platz. Die Sportler kommen an Spiel- oder Wettkampftagen auf dem Weg in das Stadion unmittelbar an der Kapelle vorbei. Sie liegt zwischen dem Spieleraufstellraum und einem großen VIP-Bereich. Sie liegt also nicht abseits oder am Rande, vielmehr befindet sie sich im Herzen des Stadions.
Seit der Saison 2006/2007 ist die Kapelle bei jedem Heimspiel geöffnet. Regelmäßig vor den Heimspielen von HERTHA BSC finden in der Kapelle um 14.30 Uhr Andachten statt. Verantwortliche von HERTHA BSC, HERTHA-Fanclubs, Sportler und Fußballbegeisterte besichtigen die Kapelle und schöpfen in ihr Kraft.
Während der WM besuchten Spieler der deutschen Fußballnationalmannschaft diesen Andachtsraum und beteten hier vor dem Spiel gegen Argentinien. Auch Spieler anderer Nationen trafen sich in der Kapelle, um vor dem Spiel noch einmal Kraft zu tanken.
Weithin sichtbar hebt die Kapelle sich durch kardinalrote Wände von der Holztäfelung der umliegenden Räume ab. Bewegt man sich auf sie zu, so erkennt man einen Bibelvers, der dem sechzehnten Kapitel des Matthäusevangeliums entstammt. Er lautet: „Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?“ Dieser Vers regt die Sportler, aber auch andere Menschen, die das Stadion besuchen, zum Nachdenken an: Würden Sie für einen Sieg alles tun?
Mögliche Antworten, die die Bibel auf die gestellte Frage findet, stehen im Inneren der Kapelle geschrieben. Es wird deutlich: Gott spricht unsere Sprache. Diese Verse geben denen, die verlieren, Hoffnung, und verweisen diejenigen, die gewinnen, auf Gottes Gnade. An der Wand direkt über dem Altar sind die Sätze unterbrochen: Das Kreuz wird sichtbar. Es bricht sich Bahn, als das Symbol des christlichen Glaubens und damit auch als das Symbol, das diesen Raum als Ort der Andacht kennzeichnet.
Als Sportbeauftragter der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz arbeitet Prälat Dr. Bernhard Felmberg seit 2003 an der Planung und dem Bau der Kapelle im Olympiastadion in Berlin.
Seine eigentlichen Aufgaben als Sportbeauftragter sind, sich um die rund 2000 evangelischen Christinnen und Christen zu kümmern, die in seinen Gemeinden aktiv Sport treiben. In seiner Kirche gibt es für die verschiedensten Sportarten richtig durchorganisierte „Kirchenligen“. Es werden Volleyball, Basketball, Fußball und Tischtennis angeboten und Turniere gespielt, die sich nicht nur auf die Landeskirchengrenzen erstrecken. Oft bin ist er sowohl bei Deutschen- als auch bei Europameisterschaften im Einsatz. Darüber hinaus ist es natürlich seine Aufgabe, allgemein Kontakt zum Sport in der Region zu halten.
Kirche und Sport stehen seit über fünfzig Jahren in einem guten Verhältnis zueinander. Es finden regelmäßige Konsultationen zwischen dem Deutschen Sportbund und der Evangelischen Kirche in Deutschland statt. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) verfügt über einen ehrenamtlichen Sportbeauftragten. Die Landeskirchen decken diese Aufgaben durch ehrenamtliche Pfarrerinnen und Pfarrer ab. Die Kirche kümmert sich nicht nur sehr intensiv um Sportlerinnen und Sportler, die im christlichen Glauben verankert sind, sondern nimmt ihre Aufgabe auch in gesamtgesellschaftlicher Verantwortung wahr. In den letzten Jahren haben der Sport und die Kirche in sehr enger Übereinstimmung gemeinsam für den Erhalt des Sonntags als arbeitsfreier Tag gekämpft. Sie wird sich hierfür auch künftig einsetzen, denn der Sonntag muss weiterhin für den Gottesdienst und den Sport zur Verfügung stehen. Die evangelische Kirche ist aber auch über andere Fragen im Gespräch. Sie beschäftigt sich z. B. auch mit den Problemen des Spitzensports. Aus christlicher Perspektive muss gerade dieser Bereich intensiv begleitet werden, da durch den Leistungsdruck Sportlerinnen und Sportler in psychische Instabilitäten geraten.
Seit 2006 wurden viele Kinder und noch mehr Erwachsene in der Kapelle getauft. Es gibt Hochzeitsfeiern und Trauerfeiern an diesem Ort. Junge Nachwuchsspieler von HERTHA BSC, die sonst nicht zum Konfirmandenunterricht gehen könnten wegen des dichten Trainingsplanes, werden in der Kapelle konfirmiert. Von Jahr zu Jahr kommen immer mehr Schulklassen ins Stadion. Ein ausgearbeitetes pädagogisches Konzept erlaubt es, dass mit ihnen über "Gott im Stadion" gesprochen werden kann. Wiedereintritte in die Kirche werden regelmäßig verzeichnet. Der Kontakt zu HERTHA ist inzwischen so intensiv geworden, dass nach den Spielen mit den Spielern gesprochen und gebetet wird.
Weitere Informationen unter: http://www.herthabsc.de/index.php?id=16893
| Vorgeschlagen durch | |
| Name | Bernd Breitmaier |
| Anschrift | Tannenweg 14 |
| Ort | 57610 Altenkirchen |
Kapelle im Berliner Olympiastadion, Prälat Dr. Bernhard Felmberg, 10117 Berlin
Nach Meinung vieler Experten ist die Kapelle im Berliner Olympiastadion die schönste Stadionkapelle der Welt. In einem Oval in purem Gold bietet sie mit Bibelversen in 18 verschiedenen Sprachen Besuchern aus aller Welt ein Stück Heimat. Seit der Fußballweltmeisterschaft 2006 steht die Kapelle Sportlern und Fans zur Verfügung. Sie ist ein ökumenischer Andachtsraum: Katholische und evangelische Christen nutzen die Kapelle gemeinsam.