
Die nebenstehende Person / Organisation wurde vorgeschlagen für den Werte Award der Neues Leben Stiftung in der Kategorie 2:
| Vorgeschlagen wurde | wuestenstrom e. V. |
| Name | wuestenstrom e. V. |
| Name | Markus Hoffmann |
| Anschrift | Hauptstr. 72 |
| Ort | 71732 Tamm |
„Das Recht auf Veränderung und klare Information im sexualwissenschaftlichen Bereich“ – dies hat sich wuestenstrom e.V. auf die Fahne geschrieben. Der Verein engagiert sich für Menschen aus dem homosexuellen Hintergrund, die Veränderung suchen.
Bereits 1993 traf sich Markus Hoffmann mit zwei anderen Männern, die ebenfalls vor der Frage standen, ob sie ihre sexuelle Orientierung einfach akzeptieren müssen oder es eine Chance gibt, ihr homosexuelles Empfinden zu ändern. Hilfsangebote christlicher Gemeinden waren wenig hilfreich. Hoffnung keimte auf, als den Männern deutlich wurde, dass ihre sexuelle Empfindung Ausdruck der Suche nach ihrem Mannsein war. Ein Mannsein, das sie nur minderwertig und unsicher erlebten, der Versuch, an der eigenen Persönlichkeit herumzureparieren, das Gefühl, sich die Bestätigung anderer Menschen nur scheinbar zu sichern.
Es wurde deutlich: Veränderung ist möglich! Sie ist möglich, wenn nicht-sexuelle Motive und Lebensfragen, die sich hinter ihrer Sexualität verbergen, gefunden, bearbeitet und beantwortet werden.
Seit 1995 arbeitet Markus Hoffmann selbst in der Beratung, steht für Vorträge zur Verfügung, unterstützt Betroffene durch Konzept- und Hilfeentwicklung. Mit wuestenstrom e.V. engagiert er sich mittlerweile politisch, therapeutisch und seelsorgerlich. Das Team um Markus Hoffmann begann 1997 damit, einen Ansatz zur Veränderung auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse zu formulieren. Kriterium war für die Christen, dass sich dies klar auf ihr theologisches Fundament gründe und ebenso den wissenschaftlichen Grundlagen der Psychologie standhalten könne.
Heute ist wuestenstrom e.V. in mehreren Arbeitsbereichen vornehmlich im deutschsprachigen Raum tätig: Die persönliche Lebensberatung beruht auf dem von wuestenstrom e.V. entwickelten Konzept bezüglich Identität und Sexualität. Ausgangspunkt ist das Ja Gottes zum Menschen, aktuelle Erkenntnisse aus psychotherapeutischer und sexualwissenschaftlicher sowie Beziehungs- und Traumaforschung. Einzelberatung, Gruppenarbeit, Seminare und Seelsorge bieten die Möglichkeit, individuell den Veränderungsprozess zu begleiten. Schulung der eigenen Mitarbeiter sowie Zurüstung und Ermutigung von Menschen in christlichen Gemeinden ist wichtiger Bestandteil der Arbeit. Ziel ist es, dass Menschen mit Fragen zu ihrer Identität und Sexualität in der Kirche Jesu Ansprechpartner und Unterstützung finden, ihr Empfinden nicht verschweigen müssen, und in einem geschützten Rahmen Veränderung gewagt werden kann. Mit dem Seelsorge-Modell "Aufbruch-Leben" gibt wuestenstrom Gemeinden, die eine Selbsthilfegruppe anbieten möchten, erprobtes Material an die Hand.
Das Freundschaftsnetzwerk dient dem Austausch, der Ermutigung, möchte ein Ort des Nachdenkens sein. Hier finden Frauen und Männer, die über ihre homosexuelle Empfindung nachdenken und/oder auf einem Weg der Veränderung sind, die Möglichkeit, Menschen mit ähnlichen Fragen kennen zu lernen, sich den Rücken zu stärken und zu informieren. Dies geschieht durch ein Internetangebot, regionale Treffen, Seminare, Tage der Ermutigung und auch durch Freizeitangebote.
In der Öffentlichkeitsarbeit wird auf moralische Belehrungen verzichtet. Vielmehr soll die Öffentlichkeit darüber informiert werden, welche Beobachtungen in Gesprächen und im Erleben mit Menschen gemacht werden, die ihre Sexualität konfliktbehaftet erleben. Ein besonderes Anliegen ist es, die Lobby homosexuell empfindender Menschen, die Veränderung wünschen, zu stärken. wuestenstrom e.V. fordert das Recht auf Veränderung, das in Gesellschaft und Kirche keine Selbstverständlichkeit darstellt. Informationsmaterial und -veranstaltungen, Publikationen und die Teilnahme an öffentlichen Diskussionen runden das Angebot ab.
„Ich will Ströme in der Wüste machen!“ Jesaja 43, 20
Ein Strom in der Wüste soll aufbrechen für Frauen und Männer, die ihre Identität oder Sexualität konflikthaft erleben – das wünschen sich die über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins von Betroffenen für Betroffene.
Weitere Informationen unter:
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